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Partnerschulen

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Deutsch-Polnisch // Polnisch – Deutsch

 Wie wir lernen und wie wir leben

 

 

Unter diesem Motto steht das Projekt Schüleraustausch mit der 2. Grundschule „Kopernikus“ aus Torgaus Partnerstadt Strzegom. Nach vielen Monaten Vorbereitung und Planung war es am 24.03.2019 endlich soweit. Für eine Woche war eine Gruppe von 20 polnischen Schülerinnen und Schülern sowie 4 Lehrerinnen bei uns zu Gast.

 

Da es in Torgau noch keine Möglichkeit gibt, übernachteten unsere Gäste im Schullandheim Olganitz. Im modernen Neubau fühlten sie sich sehr wohl und sie wurden von den Mitarbeitern rundum gut betreut.

 

Für insgesamt 7 Tage hatten wir uns viele verschiedene Programmpunkte ausgedacht. Museumsbesuche in Torgau standen genauso auf dem Programm wie die Erkundung der Stadt, Unterrichtsstunden, Sport- und Schwimmwettkampf und anderes mehr.

 

 

Brückenbau und Bärenjagd

 

Als Start für den Schüleraustauch zwischen der Katharina-von-Bora-Oberschule Torgau und der 2. Grundschule „Kopernikus“ aus Strzegom sollte am Sonntag mit ein Kennenlern – Workshop in den Räumen des evangelischen Jugendprojektes stattfinden. Leider verzögerte sich die Ankunft der polnischen Gruppe und der Zeitplan geriet etwas durcheinander. Aber Dank der Spontanität von Frau Senftleben wurde der Workshop in die Räume der Schule verlegt und etwas gekürzt. Der Höhepunkt des Workshops war am Ende der Bau einer gemeinsamen Brücke.

 

Am Tag darauf gingen wir dann gemeinsam auf „Bärenjagd in Torgau“. In vier Gruppen zogen wir ausgestattet mit einem Aufgabenblatt und Regenkleidung los, um die Stadt auf verschiedenen Wegen zu erkunden. Auch wenn das Wetter es nicht so gut mit uns meinte, am Ende kamen alle Gruppen in der vorgegebenen Zeit wieder an der Schule an und hatten (fast) alle Punkte auf ihren Strecken gefunden. Zurück im warmen und trockenen Klassenraum gab es dann noch ein kleines Quizz zu den wichtigsten Gebäuden und Plätzen der Stadt. Dabei wurde jede richtige Antwort mit einem Bonbon belohnt.

 

Museum Torgau als verlässlicher Partner beim Schüleraustausch

 

Das Gesamtprojekt des Schüleraustausches bestand aus vielen kleinen Einzelprojekten. Gleich dreimal war dabei das Museum Torgau unser Projektpartner. Am Dienstag wurden wir zunächst in die Geheimnisse der Kleidung und Tänze aus der Zeit der Renaissance eingeweiht. Auch wenn beides sehr ungewohnt war, wir hatten dabei sehr viel Spaß. Und beim Tanzen und Kleider ausprobieren waren die sprachlichen Probleme nicht mehr so groß.

 

Der Donnerstagnachmittag stand ganz im Zeichen von Ostern. Da wir für die Ausstellung insgesamt eine zu große Gruppe waren, mussten wir uns teilen. Wir besichtigten zum einen die neue, liebevoll gestaltete Ausstellung mit Ostereiern aus der ganzen Welt. Die durch eine private Sammlerin zusammengetragenen Ostereier mit ihren wundervollen Verzierungen haben uns sehr gut gefallen. Die beiden Museumspädagogen haben uns dazu viel erzählt. Natürlich haben wir uns alle sehr gefreut, auch eine ganze Vitrine mit polnischen Ostereiern zu entdecken. Anschließend (bzw. für die andere Gruppe vorher) ging es in den Hof zum Osterparcours. Damit wir nicht einfach nur im Hof warten, während die andere Gruppe die Ausstellung besucht, hatten die Museumspädagogen eine besondere Route Eierlaufen vorbereitet. Beim Balancieren über schmale Bretter und Taue, beim Treppe laufen und beim unter- und überqueren eines Seils durfte das kleine leichte Ei nicht herunterfallen. Anschließend musste es in einen hängenden Osterkorb geworfen werden. Auf diese Art hatten wir beim Warten sehr viel Spaß.

 

Das abschließende Projekt beschäftigte sich dann mit dem Leben von Arm und Reich im Mittelalter. Am Freitag besichtigten wir (wieder gruppenweise) das Bürgermeister- Ringenhain- Haus und das mittelalterliche Handwerkerhaus. Beide Häuser haben uns auf ihre Weise sehr fasziniert und uns einen kleinen Einblick in die damalige Zeit gegeben.

 

Nicht nur Torgau wurde erkundet

 

Auf dem Wochenprogramm stand außer der Erkundung von Torgau auch eine Fahrt ins Nachbarbundesland nach Wittenberg. Am Mittwoch nach dem Mittagessen starteten wir zur Erkundung der berühmten Stadt. Erster Stopp war das Lutherhaus. Hier wurden wir in zwei Gruppen durch die Museumspädagogen durch die Ausstellung geführt. Dank deren Bemühungen alles in möglichst leichten englischen Sätzen zu erklären, konnten wir alles gut verstehen. Und nicht nur die polnischen Schüler haben hier viel Neues über Martin Luther und die Zeit in der er lebte erfahren. Nach dem Museumsbeuch bummelten wir durch die Einkaufsstraße in Richtung Schlosskirche. Natürlich gab es unterwegs den einen oder anderen Fotostopp, z.B. vor dem wunderschönen Rathaus. An der Kirche angekommen standen hier Luthers 95 Thesen im Mittelpunkt.

 

Der letzte Höhepunkt der gemeinsamen Woche war am Samstag ein Tagesausflug nach Leipzig. Nachdem wir die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt – Opernhaus und Gewandhaus, Universitätskirche, Goethedenkmal und Auerbachs Keller, Markt und Altes Rathaus sowie die beiden größten Kirchen, die Nikolaikirche und die Thomaskirche, besichtigt hatten, gab es für alle noch ausreichend Zeit auch die Geschäfte und die Eisdielen zu erobern.

 

Und außer Projekten …

 

… gab es auch noch andere Programmpunkte. Am Dienstag ging es in die Schwimmhalle und am Freitag in die Turnhalle. Bei Staffelspielen und beim Volleyballspiel stand der gemeinsame Spaß im Mittelpunkt.

Am Mittwoch fuhren wir von Wittenberg alle nach Olganitz. Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es Musik von unserer Schulband.

Eine besondere Herausforderung hielt der Freitagnachmittag und Abend für uns bereit. Nach dem Besuch von Ringenhain- und Handwerkerhaus löste sich die Gruppe auf und ohne Lehrer verbrachten wir gemeinsame Stunden in unseren Familien. Im Laufe der Woche hatten wir uns recht gut kennengelernt und viele Strategien zur Verständigung gefunden. Und das klappte dann auch allein sehr. Die Meinung aller: Es war toll, wir hatten viel Spaß und es war zu kurz.

 

 

 

Die letzte Nacht verbrachten wir alle in Olganitz. Die Mitarbeiter des Schullandheimes hatten einen Grillabend für uns vorbereitet. Während sich Herr Wesner als Grillmeister betätigte verbrachten wir die letzten Nachmittagsstunden beim Quatschen, Musik hören und Fußballspielen.

 

Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntag hieß es gegen 10.00 Uhr Abschied nehmen. Wir freuen uns schon alle sehr auf das Wiedersehen in Strzegom.

 

Wir sagen Danke

 

Ein solches Projekt kann niemand allein vorbereiten und durchführen. Dazu braucht es viele zuverlässige Partner. Und bei denen möchten wir uns bedanken:

 

  • beim Deutsch-Polnischen-Jugendwerk für die Förderung des Projektes
  • beim Rotary-Club Torgau-Oschatz für die finanzielle Unterstützung
  • bei der Stadtverwaltung Torgau u.a für die Bereitstellung des Fahrzeuges
  • bei Frau Senftleben und den Mitarbeitern des Evangelisches Jugendprojekt wintergrüne für die spontane Umplanung und die tolle Stadterkundung sowie die Sonderpreise
  • bei der Museumsleiterin Frau König und den Museumspädagogen für die tollen Projekte und die interessanten Führungen
  • bei den Mitarbeitern des Schullandheimes Olganitz für die gute Betreuung
  • bei allen Eltern, die für ihre Kinder als Fahrdienst eingesprungen sind und am Freitag die polnischen Schüler zu Hause begrüßt haben
  • bei allen Lehrern der Schule, die auf vielfältige Weise dieses Projekt unterstützt haben

 

(HS)

 

Fotos zum Schüleraustausch